Ausstellungen

 

Rückblick

mehr lesen
Ausstellungsansicht, Farbe im Fokus. Werke aus der Paul Ege Art Collection, PEAC Museum, 2025, Foto: Bernhard Strauss
Ausstellungsansicht, Farbe im Fokus. Werke aus der Paul Ege Art Collection, PEAC Museum, 2025, Foto: Bernhard Strauss

ELODIE SEGUIN. LOOK LOOP

15. September 2024 - 9. März 2025

Das PEAC Museum zeigte die erste umfassende institutionelle Einzelausstellung der französischen Künstlerin Elodie Seguin (*1984 in Paris, lebt und arbeitet ebenda) in Deutschland. Unter dem Titel Look Loop wurde das vielseitige und gattungsübergreifende Werk der Künstlerin vorgestellt. Elodie Seguin schuf für das PEAC Museum einen einzigartigen Ausstellungsparcours, der die gesamte Ausstellungsfläche umfasste und jeden Raum in eine neue Arbeit verwandelte. Die Künstlerin bezog sich in ihren Arbeiten direkt auf die architektonischen Eigenschaften und Gegebenheiten der Ausstellungsräume. Mit Look Loop zeigte das PEAC Museum erstmals in seiner Geschichte eine Ausstellung, die ausschließlich vor Ort entstehen wird.
 

Künstlerische Praxis – Zwischen abstrakter Malerei und Bildhauerei

In ihren abstrakt-geometrischen Wandarbeiten, Reliefs, Objekten und (immersiven) Rauminstallationen erprobt Seguin das Zusammenwirken von Farben, die räumliche Wirkung von Kontrasten, und den Effekt von Licht und Transparenz. Systematisch differenziert die Künstlerin das Verhältnis von Form und Farbe auseinander und verändert die Erscheinung der Farben durch Überlagerungen. Seguins künstlerische Praxis spielt mit dem Vokabular abstrakter Malerei und Bildhauerei, ohne der einen noch der anderen zuordbar zu sein.

Radikale Weiterentwicklung von Minimal Art und Radical Painting

Die stark reduzierte Formensprache, ihre Auseinandersetzung mit Farben sowie mit der Beziehung zwischen Raum, Betrachter:in und Werk knüpfen zwar an die Fragestellungen der Minimal Art und des Radical Paintings an – zentral für die Paul Ege Art Collection –, stellen aber eine radikale Weiterentwicklung dar: Seguins Arbeiten entstehen ausschließlich relational und zeichnen sich durch ihre scheinbare Flüchtigkeit und Leichtigkeit aus. Sie entwickelt eine vollkommen eigenständige Herangehensweise, die das Verhältnis zwischen gemalten Objekten sowie deren Anordnung und Beziehung zum Ausstellungsraum als Ausgangspunkt nimmt.

Über die Künstlerin

Elodie Seguin studierte von 2004 bis 2007 an der Villa Arson in Nizza und von 2007 bis 2009 an der Beaux-Arts de Paris. Sie wurde bereits mit verschiedenen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, darunter Casa de Velazquez, Madrid, (ES), 2023; Fondazione MAAC, Calassetta, (IT), 2022; Interface & Adhex Technology, (FR), 2021-2022; Lafayette Anticipations, Paris, (FR), 2014; MACRO Roma, (IT), 2012; Cité Internationale des Arts in Paris, (FR), 2011-2013.

Zu ihren jüngsten Projekten gehören: Shaped Colors, BP15, Lyon (FR), 2024; La lampe brûlante, Galerie Daniel Marzona, Berlin (DE), 2023; Le village du Dr Mabille, MUCEM, Marseille, (FR), 2022; Biennale de la sculpture, Saint Paul de vence, (FR), 2021; Yes, Not, MACBA, Buenos Aires, (AR), 2019; Hall painting (Wall work), L40/Kunstverein am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, (DE), 2019.

Die Ausstellung Look Loop wurde großzügig unterstützt von ADHEX FRANCE, C2Pack, Casa de Velázquez und von der Galerie Jocelyn Wolff.

Ausstellungsansicht: Elodie Seguin, Look Loop, PEAC Museum, 2024. Foto: Bernhard Strauss
Ausstellungsansicht: Elodie Seguin, Look Loop, PEAC Museum, 2024. Foto: Bernhard Strauss

ZWISCHEN WEISSEN WÄNDEN...
20 Jahre PEAC Museum – eine Ausstellung in zwei Akten

18. Februar – 21. Juli 2024

Das PEAC Museum wird 20! Die Jubiläumsausstellung Zwischen weißen Wänden… erzählt die Geschichte einer Sammlung: Sie zeichnet die Entwicklungslinien von der Leidenschaft eines Einzelnen bis hin zu einem Museum als offenem und lebendigen Ort für alle nach.

Die Jubiläumspräsentation zeigt ca. 60 Werke aus der Sammlung. Darunter sind auch Neuerwerbungen, die zum ersten Mal präsentiert werden. Zu sehen sind Werke, die für das PEAC Museum wegweisend waren und bis heute identitätsstiftend sind: einige Arbeiten erweitern die Malerei in den Raum hinein, andere gehen eine intensive Beziehung mit den Betracher:innen ein, oder sie rücken ihre eigene Materialität in den Fokus.

In der Ausstellung werden mal assoziative, mal thematische oder kunsthistorische Bezüge zwischen den Werken hergestellt, so dass nicht nur die Sammlung selbst, sondern auch die Ausstellungspraxis in den Mittelpunkt gestellt wird. Was verändert sich, wenn Kunstwerke miteinander präsentiert werden? Welche Geschichten werden konstruiert, welche Zusammenhänge oder Wiedersprüche tun sich auf, und wie funktioniert der Raum zwischen den weißen Wänden?

Während die Sammlung für die Ausstellung die inhaltliche Konstante bildet, ist die Erzählung keineswegs statisch. Die Ausstellung gliedert sich in zwei Akte: der erste Akt lädt die Besucher:innen ausdrücklich dazu ein, ihre Perspektiven einzubringen und die Sammlungspräsentation mit zu gestalten.

Im zweiten Akt der Ausstellung (ab 07. Juni 2024) wandelt sich das Museum aufs Neue und zeigt neben der Sammlungspräsentation Kelly Tissot, die Preisträger:in des Paul Ege Kunstpreises 2024. Der Preis wird in Kooperation mit der Stadt Freiburg alle drei Jahre vergeben und richtet sich an Nachwuchs-Künstler:innen aus dem Dreiländereck, die von einer unabhängigen Fachjury ausgewählt werden.

Künstler:innen der Ausstellung u.a.: Paul Ahl, Marc Angeli, Frank Badur, Joachim Bandau, Stephan Baumkötter, Tom Benson, Reto Boller, Astha Butail, Max Cole, Rudolf de Crignis, Rolf-Gunter Dienst, Joseph Egan, Henrik Eiben, Paul Fägerskiöld, Rupprecht Geiger, Florian Haas, Marcia Hafif, Katharina Hinsberg, Günther Holder, Gottfried Honegger, Alfonso Hüppi, Ben Hübsch, Sophie Innmann, Donald Judd, Judith Kakon, Dieter Kiessling, Martina Klein, Imi Knoebel, Brigitte Kowanz, Zora Kreuzer, Russel Maltz, Joseph Marioni, Annette Merkenthaler, Michael Mathias Prechtel, David Rabinowitch, Franziska Reinbothe, Michael Reisch, Winston Roeth, Reiner Ruthenbeck, Antonio Scaccabarozzi, Adrian Schiess, Astrid Schindler, Anna Schütten, Paul Schwer, David Semper, Phil Sims, Anne Sterzbach, Maria Tachmann, Michael Toenges, Peter Tollens, Günter Umberg, Michael Venezia

Ausstellungsansicht, Zwischen weißen Wänden…, PEAC Museum, 2024, Foto: Bernhard Strauss
Ausstellungsansicht, Zwischen weißen Wänden…, PEAC Museum, 2024, Foto: Bernhard Strauss
mehr lesen
School of Life and Dance Wallungen 2023
School of Life and Dance Wallungen 2023
mehr lesen
Installationansicht Schulkunst Ausstellung SERIE im PEAC Museum, Foto Bernhard Strauss
Installationansicht Schulkunst Ausstellung SERIE im PEAC Museum, Foto Bernhard Strauss
mehr lesen
Ausstellungsteaser Vom Geschmack eines Apfels. Eine Sammlungspräsentation mit Gästen
Ausstellungsansicht mit Werken von Michal Budny (Boden) und Joseph Marioni, © PEAC Museum, Foto: Bernhard Strauss
Ausstellungsansicht mit Werken von Michal Budny (Boden) und Joseph Marioni, © PEAC Museum, Foto: Bernhard Strauss
mehr lesen
Allerbeste Aussichten. Neue Generation Kunst, Raum 2, "Raumzeichnung" von Hwakyeong Kim
Allerbeste Aussichten. Neue Generation Kunst, Raum 2, "Raumzeichnung" von Hwakyeong Kim
mehr lesen
Sebastian Dannenberg, PYRAMIDS, 2022, Lack auf Wand, Stahlrohr, Verbinder, 410 x 460 x 150 cm
Sebastian Dannenberg, PYRAMIDS, 2022, Lack auf Wand, Stahlrohr, Verbinder, 410 x 460 x 150 cm
mehr lesen
Ausstellungsansicht "Peter Tollens. Something to live for" (2022), Raum 5, Foto Bernhard Strauss.
Ausstellungsansicht "Peter Tollens. Something to live for" (2022), Raum 5, Foto Bernhard Strauss.