Vorschau

Spurensuche

19.09.2021 bis 20.02.2022

Nicht nur Menschen hinterlassen ständig und wiederkehrend Spuren, augenscheinlich im Alltag oder im übertragenen Sinne im Laufe ihres Lebens. Ob der Fingerabdruck, die Hinterlassenschaft nach dem Tod, aber ebenso Tierfährten oder Reifenabriebe stellen Spuren dar, die sowohl physisch-greifbar als auch immaterieller Natur sein können. Dabei werden sie mal bewusst mal unbewusst gelegt.
Als Fragmente sind Spuren ein Teil von Etwas und erinnern als solches an ein Ganzes. Spuren verweisen auf Vergangenes, können Überreste von Bewegung und Handlung, Zeichen von Erlebtem sein.
Selbstverständlich produzieren auch Künstlerinnen und Künstler Spuren: Nicht immer sind sie so offensichtlich wie z.B. Malspuren mit dem Pinsel oder die von Hand gezeichnete singuläre Linie. Oft begeben sie sich selbst auf Spurensuche, um dabei Verborgenes zu entdecken, Vergessenes oder Verdrängtes nicht selten in kunstfremden Zusammenhängen aufzuspüren und es dann in neuer Form sicht- und wahrnehmbar zu machen.
Die Ausstellung „Spurensuche“ zeigt unterschiedliche Werke, in denen das Motiv der Spur unter Berücksichtigung formaler wie inhaltlicher Fragestellungen bedeutungsvoll ist. Deutlich wird bei allen, wie sowohl die Suche nach Spuren als auch eine originäre Entstehung von einem Wechselverhältnis äußerer und innerer Eindrücke geprägt sind und dadurch das Publikum zur Befragung und Bewusstwerdung von eigenen Strukturen und Geschichte angeregt wird.

Mit: Karoline Bröckel, Simone Demandt, Tobias Heine, Richard Long, Antoanetta Marinov, Hösl&Mihaljevic, Moritz Neuhoff, Anna Schütten, David Semper, Brigitte Stahl, Florian Thate, Bernd Völkle, Birgit Werres und Isabel Zuber.