Pressemitteilung Spotted: Japan

PEAC Museum

Begegnung der Künste zwischen Freiburg und Japan
Das ensemble recherche zu Gast im PEAC Museum zu einem Online-Konzert mit Exhibition Walk

Mittwoch, 20. Mai 2020, 19 Uhr
Mittwoch, 27. Mai 2020, 19 Uhr

Ein virtuell-virtuoser Dialog zwischen Kunst und Musik: Am Mittwoch, 20. und Mittwoch, 27. Mai 2020 veröffentlichen das international renommierte ensemble recherche und das Freiburger PEAC Museum (Paul Ege Art Collcetion) ein zweigeteiltes Onlinekonzert mit Werken japanischer Komponist*innen. Die Videoaufnahmen entstehen im Ensemblehaus des ensemble recherche sowie im PEAC Museum. Idee und Konzept gehen auf das ensemble recherche zurück: Im Rahmen eines Wettbewerbs des japanischen Komponistenverbands entstanden neue Solo-Stücke von Akira Ito, Wataru Mukai und Izumi Maekawa speziell für das Freiburger Ensemble. Sie werden nun im Rahmen von Videoaufnahmen zur Uraufführung gebracht. Zwischen den Werken der neuen Ausstellung 24.10.1955“ des Freiburger Malers Thomas Kitzinger stellen die Musiker im Wechsel kammermusikalische Werke der etablierten zeitgenössischen Komponist*innen Toshio Hosokawa, Tomoko Fukui und Jo Kondo vor und entwerfen so ein außergewöhnliches musikalisches Kaleidoskop im Anblick zeitgenössischer Malerei.

Japanische Gegenwartsmusik trifft westliche Kunst des Heute

Jedes der Stücke wird in dem aufwendig produzierten Film in einem anderen Ausstellungsraum gespielt, der Blick streift dabei über eine seit 2008 entstehende Werkserie des Freiburger Malers Thomas Kitzinger, die exklusiv in dieser Ausstellung im PEAC Museum gezeigt wird. Zwischen den Musikstücken vermitteln kleine Moderationen und Miniaturen Informationen zu den Komponisten. Zwischen den Gemälden kommt der Künstler Thomas Kitzinger zu Wort. Das Konzert besteht aus zwei Teilen à ca. 40 Minuten, die nacheinander am 20. Mai bzw. am 27. Mai jeweils um 19 Uhr veröffentlicht werden auf https://www.youtube.com/c/ensemblerecherche sowie auf www.peac.digital.de/edition/videos. Des Weiteren werden die beiden Teile in den youtube-Kanälen der beiden Institutionen und auf ihren Instagram-Seiten zu sehen sein. Die Filme stehen auf allen Kanälen auch nach der Veröffentlichung weiterhin zur Verfügung.

Siehe:

https://www.youtube.com/c/ensemblerecherche

https://www.instagram.com/ensemblerecherche

https://www.youtube.com/peac.digital

https://www.instagram.com/peac.digital

Die Ausstellung

In der Ausstellung „24.10.1955“ im PEAC Museum zeigt der Freiburger Maler Thomas Kitzinger Arbeiten exklusiv aus einer einzelnen Werkserie: Seit 2008 entstehen Gemälde, die enge Freunde, Künstlerkollegen oder persönliche Bekannte zeigen. Auf jeder der Bildtafeln ist dabei nichts als ein Gesicht zu sehen, das formal immer gleich, frontal und ausdruckslos gezeigt wird. In Ergänzung zu dem strengen Bildaufbau führt die für Kitzinger so charakteristische, auf den ersten Blick realistische Malweise paradoxer Weise zu einer Entindividualisierung und Uniformierung der dargestellten Personen. Diese emotionslosen, wie eingefroren wirkende Frontalbildnisse stoßen, ausgehend von so erfahrenen individuellen Lebenszeiten, eine Reflektion über Zeit an, diesem so universalen wie rätselhaften Phänomen. Gleichzeitig eröffnet die so eindeutig, gegenständlich wirkende Malerei aber auch eine grundlegende Auseinandersetzung mit dem Medium an sich, seiner Erscheinung und Wahrnehmung.

Das ensemble recherche

Das zunächst als „Spotted: Japan“ angekündigte Konzert steht in der Reihe der Freiburger Abo-Konzerte, die von den Freunden des ensemble recherche e.V. veranstaltet werden. Es ging aus dem schon seit Längerem bestehenden engen Verhältnis des ensemble recherche zu Japan hervor, vor allem über die Klarinettistin Shizuyo Oka. Nach mehreren Japan-Tourneen, unter anderem zum Takefu Festival, welches inzwischen von Toshio Hosokawa geleitet wird, folgte nun eine Einladung des japanischen Komponistenverbands im Dezember 2020 zu einem Konzert, Masterclasses und diversen Werkstattkonzerten. Das ensemble recherche ist als einer der wichtigsten Akteure der Neuen Musik etabliert. Mit Begeisterung und großer Lust am Experimentieren setzen sich die international konzertierenden Solisten seit über drei Jahrzehnten intensiv mit der musikalischen Gegenwart auseinander und forschen gemeinsam, als Ensemble, mit inzwischen über 600 Uraufführungen und rund 50 CD-Einspielungen. Aktuell ist das ensemble recherche massiv von Corona-bedingten Konzertabsagen betroffen und möchte trotz dem im Rahmen des Möglichen neue spannende Inhalte präsentieren.

Das PEAC Museum

Das PEAC Museum, in dem die nach dem Freiburger Unternehmer und Sammler Paul Ege benannte Sammlung zeitgenössischer Kunst bewahrt wird, befindet sich auf dem Gelände des von der Familie Ege in dritter Generation geführten Elektrogroßhandelsunternehmens und Technologiedienstleisters Alexander Bürkle im Industriegebiet Freiburg Nord. Die im Jahr 2004 unter der Bezeichnung „Kunstraum Alexander Bürkle“ eröffneten Ausstellungsräume erstrecken sich über 1.000 Quadratmeter und ermöglichen seitdem eine professionelle museale Präsentation der Paul Ege Art Collection. Als Kulturmäzen hatte Paul Ege zu Lebzeiten das ensemble recherche in den letzten Jahrzehnten nachhaltig gefördert. Obwohl es bereits einzelne Veranstaltungen im PEAC gab, ist dies nun das erste Konzert im Museum.

Programm:

Veröffentlichung Teil 1 am 20. Mai 2020 um 19.00 Uhr

Toshio Hosokawa: Vertical Time Study I (1992)
für Violine, Cello, Percussion

Akira Ito: 夕べにすべてを見とどけること („alle Abends durchsehn“, 2020, UA)
für Viola solo

Wataru Mukai: Bleibt besonnen, seid wachsam! (2020, UA)
für Percussion solo

Veröffentlichung Teil 2 am 27. Mai 2020 um 19.00 Uhr

Tomoko Fukui: doublet + 1
für Klarinette, Viola, Cello

Toshio Hosokawa: Spell Song (2014/15)
für Oboe solo

Izumi Maekawa: (ohne Titel) (2020, UA)
für Cello solo

Jo Kondo: Three Songs of Elderberry Tree (1995)
für Violine, Percussion

PEAC

Paul Ege Art Collection
Robert-Bunsen-Str. 5
79108 Freiburg
Tel +49 (0) 761 5106 600
team@peac.digital
www.peac.digital

Pressekontakt:

Dr. Carsten Gerhard (PEAC): +49 (0)176 636 47 328, c.gerhard@kulturmarketing-gerhard.de
Clemens K. Thomas (ensemble recherche): +49 (0)761 702 079, thomas@ensemble-recherche.de

Öffnungszeiten des PEAC

Das PEAC Museum ist ab dem 24. Mai 2020 unter Auflage der Abstands- und Hygieneregeln sowie einer max. Besucherzahl pro Ausstellungsraum wieder geöffnet.

Dienstag bis Freitag von 11-17 Uhr
Sonn- und Feiertage von 11-17 Uhr

Der Eintritt ist frei.