Aktuelle Ausstellungen

24.10.1955
Thomas Kitzinger

Erstmals zeigt der Freiburger Maler Thomas Kitzinger in einer Ausstellung ausschließlich Arbeiten aus einer einzelnen Werkserie: Seit 2008 entstehen Gemälde, die enge Freunde, Künstlerkollegen oder persönliche Bekannte zeigen. Auf jeder der Bildtafeln ist dabei nichts als ein Gesicht zu sehen, das formal immer gleich, frontal und ausdruckslos gezeigt wird. In Ergänzung zu dem strengen Bildaufbau führt die für Kitzinger so charakteristische, auf den ersten Blick realistische Malweise paradoxer Weise zu einer Entindividualisierung und Uniformierung der dargestellten Personen. Diese emotionslosen, wie eingefroren wirkende Frontalbildnisse stoßen, ausgehend von so erfahrenen individuellen Lebenszeiten, eine Reflektion über Zeit an, diesem so universalen wie rätselhaften Phänomen. Gleichzeitig eröffnet die so eindeutig, gegenständlich wirkende Malerei aber auch eine grundlegende Auseinandersetzung mit dem Medium an sich, seiner Erscheinung und Wahrnehmung.

Laufzeit bis 4. Oktober 2020

Ausstellungsansicht Thomas Kitzinger (2020)
PEAC Kitzinger vorab 07
Ausstellungsansicht 24.10.1955 - Thomas Kitzinger (2020)

Die Ausstellung wird von der Stadt Freiburg unterstützt und ist Teil des Freiburger Stadtjubiläums 2020

Nearby – Wie Bilder zeigen!

Im Zeitalter von Instagram & Co hat sich unser Umgang mit Bildern grundlegend verändert. Bilder dienen längst nicht mehr nur der bloßen Anschauung von etwas, sondern mit ihrer Hilfe wird im digitalen Raum kommuniziert, informiert, Gefallen oder Desinteresse ausgedrückt. Laufend rufen Bilder nach Interaktionen zwischen Sender und Empfänger auf, die egal wie weit sie real voneinander entfernt sind, in sozialen und emotionalen Austausch miteinander treten und Nähe suggerieren.
Auch die Paul Ege Art Collection hat in den vergangenen Monaten ihre Sammlung sowie die damit verbundene kuratorische Arbeit verstärkt auf Instagram vermittelt und für Nutzer weltweit zugänglich gemacht. Die Ausstellung NEARBY möchte nun der Frage nachgehen, wie Kunstwerke in diesen verschiedenen Kontexten – auf einer digitalen Plattform und im körperlich erfahrbaren Museumsraum – gezeigt, vermittelt und wahrgenommen werden. Wenn identische Kunstwerke digital inszeniert als auch unmittelbar körperlich zu sehen sind – welche Qualitäten und Möglichkeiten bieten die beiden Räume – und wo liegen die Berührungspunkte beider Realitäten? Denn die neue Kultur von Sichtbarkeit, die durch eine Vernetzung von analoger und digitaler Realität maßgeblich bestimmt ist, führt zu der Frage, was genau dies für Kunstwerke, ihre Präsentation und Erfahrung im Museum bedeutet?

Laufzeit 25.10.2020-28.03.2021

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